Kapitel 3
Quelle: S. 309 Aufgaben
- 1. Diskutieren Sie Maßnahmen zur Lösung der Probleme im Lager.
- 2. Berechnen Sie im o.g. Beispiel für Jahr 4 die Lagerumschlagshäufigkeit, die Lagerdauer und den Lagerkostensatz zum Wareneinsatz.
- 3. Diskutieren Sie die Kennzahl Lagerumschlagshäufigkeit. Wie kann es passieren, dass Discounter eine Lagerumschlagshäufigkeit über 200 erreichen können?
- 4. Geben Sie an, worauf sich die in der Tabelle aufgeführten Kennzahlen beziehen:
- a) Auf einen Stichtag
- b) Auf ein Jahr
- c) Absolute Zahlen
- d) Relative Kennzahlen
- e) Beziehungszahlen
- f) Gliederungszahlen
- 5. Berechnen Sie die Lagerkennzahlen für ein Lager, wenn folgende Zahlen vorliegen. Beurteilen Sie die Entwicklung der Zahlen. Berechnen Sie auch die Veränderung der Kennzahlen von Jahr zu Jahr in Prozent. Eine Vorlage finden Sie im Arbeitsheft.
Quelle: S. 311 Aufgaben
- 1. Liegt in den folgenden Fällen ein Lieferungsverzug (nicht rechtzeitige Lieferung) vor:
- a) Der Kaufvertrag beinhaltet keinen Liefertermin. Der Lieferant liefert nach 3 Wochen.
- b) Der Kaufvertrag sieht eine Lieferung in der 42. Kalenderwoche vor. Der Lieferant liefert in dieser Woche am Freitagnachmittag.
- c) Der Kaufvertrag sieht eine Lieferung innerhalb von ca. 4 Wochen nach Bestelleingang vor. Der Lieferant liefert 35 Tage nach Bestellung.
- d) Der Kaufvertrag sieht eine Lieferung am 24. Februar vor. Der Lieferant liefert am 26. Februar.
- e) Der Kaufvertrag sieht eine Lieferung Mitte Mai vor. Der Lieferant liefert am 20. Mai.
- f) Der Kaufvertrag sieht eine Installation der Software bis zum 15. Februar vor. Da der Kunde erst am 14. Februar die benötigte Software an ACI übermittelte, wurde die Installation am 20. Februar fertiggestellt.
- g) Der Kunde bestellte Handelsware „zur frühestmöglichen Lieferung“ und erhielt eine Auftragsbestätigung ohne Liefertermin. Er erhielt die Ware drei Wochen später, obwohl er die Lieferung eine Woche nach der Bestellung anmahnte, mit Fristsetzung auf einen Termin, der 14 Tage nach der Bestellung datiert war. Der Kunde will die Ware nun nicht mehr annehmen.
- 2. Geben Sie an, ob ein Lieferungsverzug (verspätete Lieferung) vorliegt. Geben Sie Empfehlungen, was in folgenden Fällen zu tun ist:
- a) Ein Lieferant sollte an einem bestimmten Termin für das Büro 10 PCs zu einem Preis von 500,00 € pro Stück liefern. Der Lieferant kündigt an, dass er erst 10 Tage später liefern kann, da er dann günstige PCs vorrätig habe. Er will als Ausgleich eine bessere Tastatur liefern.
- b) Ein freiberuflicher Layouter sollte für einen Kunden ein Layout (Grafikdatei des Produktes) am 18. Mai liefern. Wegen Krankheit ist er nun nicht in der Lage, an diesem Auftrag mit geschätztem Arbeitsaufwand von 40 Stunden zu arbeiten, und teilt dies dem Kunden am 15. Mai mit.
- c) Anna ist zu einer großen Hochzeitsfeier eingeladen. Das Hochzeitspaar ist unruhig, da bis Mittag die Hochzeitstorte noch nicht angeliefert wurde. Die Torte soll zur Hochzeitsfeier am Nachmittag angeschnitten werden. Ein Gespräch mit dem Konditor ergab, dass er die Herstellung „vergessen habe“, aber gern schnellstmöglich liefern will, allerdings muss der Tortenanschnitt um eine Stunde verschoben werden.
- 3. Stellen Sie fest, ob folgende Liefertermine kalendermäßig bestimmt oder bestimmbar sind und damit eine Mahnung entfallen kann:
- a) Lieferung am 12. Mai 2022
- b) Lieferung frühestens am 26. Mai 2022
- c) Lieferung innerhalb 14 Tagen ab Bestelldatum
- d) Lieferung bis spätestens 15. Mai
Quelle: S. 312 - 313 Aufgaben
- 1. In der QM-Sitzung werden verschiedene Mängel diskutiert. Ordnen Sie die Mängel den Mängelarten richtig zu. Welche Möglichkeiten bestehen, den Kunden zufriedenzustellen?
- a) PCs wurden nicht mit einer 5-TB-Festplatte geliefert, sondern enthielten eine Festplatte mit einer Speicherkapazität von 1 TB.
- b) In der Zeitschriftenbeilage wurde die Zahl der USB-Anschlüsse falsch angegeben.
- c) Der Kunde lehnt die Annahme der Grafikkarte ab, da er die Karte mit einer anderen Bezeichnung bestellt hatte.
- d) Bei den PCs wurde die Festplatte nicht wie gewünscht partitioniert.
- e) Ein Auszubildender hatte bei der Installation den Treiber nicht installiert, jedoch darüber Stillschweigen bewahrt.
- f) Zur deutschen Version der Software wurde das englische Handbuch geliefert.
- g) Statt Microsoft Office Standard wurde Microsoft Office Professional geliefert.
- h) Statt eines PCs mit Intel-Prozessor wurde ein PC mit AMD-Prozessor geliefert.
- i) Der PC wurde voll mit Testversionen von Programmanbietern geliefert.
- j) Aufgrund des Einbaus von Kabeln nach CAT 6 statt CAT 7 ist der Datendurchsatz in einem Multimedia-Unternehmen zu gering.
- k) Einem Kunden wurde das Computersystem ohne Druckerkabel geliefert. Der Händler behauptet, Druckerkabel müssen immer zusätzlich gekauft werden, und weist auf die Gerätebeschreibung des Druckers hin.
- l) Der Kunde ist enttäuscht darüber, dass ihm nicht die Maus eines Markenherstellers zum System geliefert wurde, sondern ein No-Name-Produkt.
- 2. Bilden Sie fünf Arbeitsgruppen zu den folgenden Geschäftsbereichen a) bis e) und geben Sie zu den verschiedenen Mängelarten mehrere Beispiele an. Legen Sie auch dar, welche Möglichkeiten einer einvernehmlichen Lösung des Problems bestehen.
- a) IT-Systemhaus
- b) Softwareentwickler
- c) Elektronik-Discounter
- d) Computer-Internet-Direktversand
- e) Internet-Webdesigner und Internetprovider
Quelle: S. 314 - 315 Aufgaben
- 1. Wie würden Sie vorgehen?
- a) Das Internetunternehmen „Coole Uhren“ versendet eine Uhr an Tim. Die Uhr wurde auf dem Transport defekt, ein Transportschaden ist nicht nachweisbar.
- b) Das Interunternehmen „Coole Uhren“ versendet eine Uhr an ACI. Die Uhr wurde auf dem Transport defekt, ein Transportschaden ist nicht nachweisbar.
- 2. Was ist richtig, was ist falsch?
- a) Wenn der Hersteller eines Produktes einen Mangel verursacht, den erst der Kunde bei der Benutzung der Sache entdeckt, hat der Frachtführer Schuld und muss für die Reparatur der Sache sorgen.
- b) Wenn der Hersteller eines Produktes einen Mangel verursacht, den erst der Kunde bei der Benutzung der Sache entdeckt, wird der Verkäufer den Kunden zufriedenstellen müssen, kann sich aber vom Hersteller die Kosten ersetzen lassen.
- c) Wenn der Lieferer die Ware (bzw. eine angemessene Stichprobe) nicht sofort bei der Annahme auf offene Mängel überprüft, muss er und nicht der Hersteller für den Schaden haften.
- d) Der Lieferer hat den PC vor der Absendung von der Endkontrolle (Qualitätskontrolle) im Lager überprüft, darüber einen Kontrollbogen ausgestellt und dessen Daten im Computer gespeichert. Der Kunde (Verbraucher) beklagt nach 3 Wochen Kratzer am Gehäuse. Der Hersteller soll Schuld haben.
- e) Ein EDV-Händler hat eine Warenlieferung CDs (2.000 Stück) erhalten. Er überprüfte beim Wareneingang eine CD, und diese CD war in Ordnung. Beim Kunden stellte sich jede zehnte CD als fehlerhaft heraus. Der Hersteller meint, dass hier der EDV-Händler den Schaden tragen muss, da er nicht rechtzeitig den Mangel gerügt hat.
- f) Auf dem Transport ist nachweislich eine Ware demoliert worden. Der Frachtführer lehnt jedoch die Schadensregulierung ab, da bis zur Übergabe an den Kunden der Lieferer die Verantwortung habe. Er meint, die Ware soll wieder an den Lieferer zurückgeschickt werden.
- g) Ein Kunde hat nach 3 Wochen eine Lautsprecherbox auf den Boden fallen lassen. Nach BGB steht ihm innerhalb von 6 Monaten ohne nähere Erklärung eine neue Lautsprecherbox zu.
Quelle: S. 317 Aufgaben
- 1. Prüfen Sie das Schaubild im Vergleich mit den Angaben oben.
- 2. Berichten Sie über Ihre Erfahrungen mit der Lieferung schlechter Waren und Leistungen und die Maßnahmen, die dagegen getroffen wurden.
- 3. Welche Maßnahmen sollten in folgenden Fällen ergriffen werden?
- a) ACI hat eine zu geringe Stückzahl Tastaturen für das Lager erhalten.
- b) ACI hat verschmutzte Teile erhalten, die sich jedoch reinigen lassen.
- c) Ein Kunde hat einen PC erhalten, der sich jetzt schon zweimal in insgesamt 3 Wochen wegen ständiger Ausfälle in Reparatur befand und erneut diesen Mangel aufweist.
- d) ACI hatte für einen Pkw Reifen gekauft, die jedoch statt nach 60.000 km bereits nach 20.000 km abgefahren waren.
- e) ACI hat eine höherwertige Sorte Papier geliefert bekommen.
- f) Ein Kunde hatte ein Intranet in Auftrag gegeben, das den Vorgaben und Vorstellungen der Mitarbeiter nach der Installation und Testphase nicht entsprach.
- g) Sie haben ein Fahrrad gekauft und stellen bei der Abnahme kleine Lackschäden fest.
Quelle: S. 318 Aufgaben
- 4. Was ist bei Schlechtleistung richtig, was ist falsch?
- a) Bei einer defekten Ware kann der Käufer sofort vom Kaufvertrag zurücktreten und das Geld zurückverlangen.
- b) Der Käufer kann zwischen Nachbesserung (Reparatur) und Neulieferung (Umtausch) wählen.
- c) Bei einer defekten Ware muss der Käufer zulassen, dass der Verkäufer in zwei Versuchen den Mangel abstellt.
- d) Der Käufer kann auch bei geringfügigen Mängeln vom Kaufvertrag zurücktreten und das Geld zurückverlangen.
- e) Der Käufer kann bei geringen Mängeln einen Preisnachlass verlangen, jedoch nicht vom Kaufvertrag zurücktreten.
- f) Schadensersatz wird beim Verkäufer immer dann fällig, wenn ein Mangel (Schaden) an der Ware auftritt.
- g) Schadensersatz ist mindestens an Pflichtverletzung und Verschulden des Verkäufers gebunden.
- h) Beim Fixkauf ist keine Fristsetzung notwendig.
- i) Verbraucherverträge an Haustüren und am Arbeitsplatz sind generell ungültig.
- j) Bei Verbraucherverträgen an Haustüren und im Internet gilt ein mindestens 14-tägiges Rückgabe- oder Widerrufsrecht.
- k) Bei Schlechtleistung trägt der Verkäufer die Transport- und Materialkosten, der Kunde die Arbeitskosten.
Quelle: S. 319 Aufgaben
- 1. Nennen Sie Beispiele, wann Sie vorzugsweise eine Mängelrüge an den Lieferanten
- a) per Brief,
- b) per Fax,
- c) per E-Mail,
- d) telefonisch,
- e) eher sachlich,
- f) eher freundlich vornehmen würden.
- 2. Geben Sie an, ob es sich eher um persönliche, rechtliche, betriebliche oder ökonomische Handlungsspielräume handelt.
- a) Wir überlegen, ob hier nach BGB der kleine oder große Schadensersatz möglich ist.
- b) Sie allein haben von Vorgesetzten die Vollmacht erhalten in Einzelfällen den Mangel bis 1.000,00 € Minderung selbst zu entscheiden.
- c) Konsequent soll bei der XY GmbH die Regel eingehalten werden, dass erst nach zwei nicht erfolgreichen Nachbesserungsversuchen dem Rücktritt vom Kaufvertrag zugestimmt wird.
- d) Bei der Regulierung der Mängel wurde mit dem Kunden eine Minderung des Warenpreises um 200,00 € vereinbart und vermerkt, dass es sich um die wirtschaftlich günstigste Regulierungsvariante handelt.
- 3. Diskutieren Sie, ob für Mängelrügen eine Standardvorlage möglich und sinnvoll ist oder Text-/Schnellbausteine erstellt werden sollten. Erstellen Sie evtl. dazu Beispielvorlagen.
Quelle: S. 319 - 320 Aufgaben
- Prüfen Sie folgende Fälle hinsichtlich der Verpflichtung zu einer Gewährleistung:
- a) ACI kauft im Internet günstig eine sehr gute, jedoch defekte Grafikkarte von einem Powerseller ohne Angabe zur Gewährleistung. Der Powerseller verweigert die Reparatur bzw. Ersatzlieferung.
- b) ACI kauft im Internet günstig eine sehr gute, jedoch defekte Grafikkarte von einem Powerseller mit Haftungsausschluss. Der Powerseller verweigert Reparatur bzw. Ersatzlieferung.
- c) Sie kaufen von einem PC-Gebrauchthändler einen PC ohne besonderen Hinweis auf Gewährleistung. Nach 18 Monaten ist das Netzteil defekt. Der Händler lehnt die kostenlose Reparatur mit Hinweis auf den Gebrauchtkauf ab.
- d) ACI kaufte von privat einen neuwertigen Monitor ohne Angabe einer Gewährleistungsfrist. Nach einem Jahr Nutzungszeit war der Monitor defekt.
- e) Sie haben privat eine Digitalkamera „wie neu“ gekauft. Der Akku ist defekt.
Quelle: S. 321 - 322 Aufgaben
- 1. Welche Meinung haben Sie zu dem Fall in der Situationsbeschreibung? Muss ACI die Rechnung begleichen? Wäre es dennoch fair, dem Handwerker die Rechnung zu zahlen? Sollte über den Zahlungsbetrag verhandelt werden? Stellen Sie einen Gesprächsverlauf (persönliches Gespräch des Handwerkers mit der Leiterin bzw. dem Leiter der Kreditorensachbearbeitung) und eine möglichst einvernehmliche Regelung im Rollenspiel nach.
- 2. Was ist richtig, was ist falsch?
- a) Verjährung bedeutet, dass der Schuldner nicht mehr zahlen oder leisten muss.
- b) Gläubiger ist derjenige, der dran glauben muss, dass der Schuldner seine Schuld begleicht.
- c) Verjährungsfristen und Verjährungsbeginn richten sich danach, um welchen Anspruch es sich handelt.
- d) Ganz normale Ansprüche verjähren 3 Jahre nach Anspruchsbeginn.
- e) Ganz normale Ansprüche verjähren 3 Jahre nach Kenntnis des Anspruchs, zum Ende des Jahres.
- f) Mit der Verjährung werden Ansprüche automatisch ungültig, der Gläubiger darf nicht mehr mahnen.
- g) Mit Ablauf der Verjährungsfrist haben Schuldner die Möglichkeit der Verjährungseinrede (zur Leistungsverweigerung).
- h) Nach Ablauf der Verjährungsfrist erhält der Schuldner angezahlte Gelder (Sicherheitsleistungen) zurück.
- i) Ein Gläubiger kann die Verjährungsfrist durch einen Mahnbescheid verlängern.
- j) Wenn der Schuldner eine Abschlagzahlung auf seine Schuld leistet, beginnt die Verjährungsfrist von Neuem.
- k) Wenn jemand einem Menschen körperlichen Schaden zufügt, verjährt die Möglichkeit der Einforderung von Schadensersatz erst nach 10 Jahren.
- l) Baumängel verjähren erst 3 Jahre nach Übergabe des Werkes.
- 3. Wann endet die Verjährungsfrist genau?
- a) Anna kaufte am 20.11.2020 eine neue Stereoanlage, meldet mangelhafte Schalter jedoch erst am 25.11.2022.
- b) Stefan kaufte am 20.03.2020 ein gebrauchtes Auto und stellt am 02.07.2022 fest, dass ihm ein großer Unfallschaden verschwiegen worden war und sich daraus Reparaturkosten in Höhe von 1.000,00 € ergeben.
- c) Die Holzfenster in Kais Haus haben sich völlig verzogen und lassen sich nicht mehr öffnen, obwohl sie erst vor 4 Jahren und 2 Monaten eingebaut wurden.
- d) Das Kaufhaus Sporti besteht auf der Herausgabe eines Fitnessgerätes, da der Kunde es seit dem Kauf vor genau 3,5 Jahren immer noch nicht bezahlt hat. Sporti behauptet, der Eigentumsvorbehalt auf der Rechnung müsste beachtet werden.
- e) Samia wurde vor genau 12 Jahren von einem Autofahrer angefahren. Das Gericht verurteilte den Fahrer auf Zahlung von 5.000,00 € Schmerzensgeld, die der damals junge Autofahrer nicht zahlte.
- f) Tim ist seit genau 30 Monaten die Zahlung einer Monatsmiete schuldig geblieben. Jetzt meldet sich der Vermieter und fordert die Miete ein. Soll Tim zahlen?
- g) Jessica hatte Mona genau vor 4 Jahren eine Kette geliehen. Jessica möchte diese Kette nun plötzlich zurück. Mona kann die Kette nicht finden und erhält von einer Rechtsberatung die Auskunft, dass hier der Anspruch ganz normal verjährt (vgl. BGB § 604).
Quelle: S. 323 Aufgaben
- 1. Ein Kunde hatte eine Grafikkarte zum Preis von 230,00 € zzgl. 6,50 € Versandkosten bestellt, jedoch nicht angenommen. Sie können die Karte mit 20 % Rabatt und 6,50 € Versandkosten einem anderen Kunden andienen. Die entstandenen Mehrkosten wollen Sie dem ersten Kunden in Rechnung stellen. Wie hoch ist der Betrag?
- 2. Ist der Kunde in Annahmeverzug gekommen?
- a) Der Kunde wurde aufgrund einer Auftragsbestätigung beliefert, die keinen genauen Liefertermin angab. Der Kunde war zu Geschäftszeiten nicht anwesend.
- b) Der Kunde erhielt eine Auftragsbestätigung mit Liefertermin 20. Mai 20xx. Der Frachtführer wollte an diesem Tag um 19.00 Uhr ausliefern, fand das Geschäft jedoch geschlossen vor.
- c) Der Lieferer will die Ware statt am 20. Mai schon am 15. Mai liefern. Am 15. Mai ist das Geschäft wegen Betriebsferien geschlossen.
- d) Der Lieferer hat statt dem 20. Mai mit dem Kunden einen früheren Liefertermin vereinbart. Das Büro ist jedoch an diesem Tage geschlossen.
- e) Die Spedition will fristgemäß am 4. Mai eine Ware abliefern, findet jedoch einen Zettel vor mit dem Vermerk: „Bin in 12 Minuten zurück.“ Die Spedition fährt sofort weiter und liefert die Ware nicht aus.
- f) Der Lieferer hat die Lieferung zur Baustelle XY am 3. März vereinbart. An diesem Tag ist jedoch niemand auf der Baustelle.
- g) Der Lieferer will eine Ware vertragsgemäß auf einer Baustelle abliefern. Ein Mitarbeiter lehnt die Warenannahme ab, weil er nicht vom Chef über die Lieferung informiert wurde.
- h) Ein Kunde lehnt die Annahme einer Ware ab, weil das Paket beschädigt ist.
- 3. Welches Recht würden Sie als Verkäufer bei Annahmeverzug in folgenden Fällen wahrnehmen? Was ist zu tun?
- a) Ein Kunde nimmt eine Lieferung von 10 PCs auf einer Bürobaustelle nicht an.
- b) Ein Kunde hatte die letzten 20 Tastaturen „Modern-Art“ zum Superrabatt (50 %) gekauft, jedoch nicht angenommen. Mehrere Kunden würden diese Tastaturen gern zum Listenpreis kaufen.
- c) Ein Kunde ruft an und will die gelieferten Tastaturen nicht annehmen, weil einige Kartons durch den Transport leicht beschädigt sind.
- d) Ein Kunde hatte 5 PCs im Weihnachtsgeschäft bestellt, jedoch nicht abgenommen. Wenn Sie die PCs nun nicht sofort in den Verkauf geben, müssen Sie im Januar mit Preisnachlässen bis 30 % rechnen.
- e) Ein Kunde (Kleinunternehmer) hat einen PC mit ganz speziellen Komponenten und üppiger Softwareausstattung bestellt, jedoch nicht angenommen, da ihm der Preis nun sehr hoch vorkam.
- f) Der Kunde aus d) hat auf die Bitte, einen neuen Liefertermin zu nennen, nicht reagiert.
- g) Sie haben 50 Packungen Toner für einen bestimmten Drucker eingelagert, da der Kunde die Lieferung trotz erneuter Terminabsprache nicht angenommen hat. Durch einen plötzlichen Wasserschaden wird der Toner so gut wie unbrauchbar. Der Kunde will nun die unbrauchbaren Packungen nicht übernehmen und verweigert die Annahme ein drittes Mal.
- 4. Erstellen Sie einen Entwurf eines Anschreibens an den Kunden aus der Aufgabenstellung 3 g) nach der dritten Annahmeverweigerung.
Quelle: S. 324 - 325 Aufgaben
- 1. Geben Sie an, ob und weswegen Sie die Erstellung der Rechnung beanstanden müssten.
- a) In der Rechnung wurde der Firmenname anstelle von ACI GmbH mit ACI angegeben.
- b) ACI hat in der Rechnung zur Installation einer Datenleitung in einem Privathaus nicht auf eine Aufbewahrungsfrist hingewiesen.
- c) ACI hat in einer Rechnung zur Installation einer Datenleitung für eine Steuerberatergesellschaft auf die 10-jährige Aufbewahrungsfrist der Rechnung hingewiesen.
- d) ACI will bei den Wartungsverträgen Geld sparen und die Rechnungen im Format Microsoft Word per E-Mail an die Kunden zum Ausdrucken senden. Dafür verzichtet ACI auf einer Erhöhung des Wartungspreises.
- e) ACI erhält von einem Provider die Rechnung per E-Mail als PDF-Datei zugesandt.
- f) Die Geschäftsleitung gibt Anweisung an die Monteure, alle Auftragsdaten schnellstmöglich an die Fakturierung zu geben, da die Rechnung 6 Monate nach Auftragserledigung nicht mehr an den Kunden gestellt werden kann.
- g) Die Rechnung eines Subunternehmers an ACI für die Erstellung einer Website enthält einen pauschalen Rechnungsbetrag von 500,00 € inkl. Umsatzsteuer wie vereinbart.
- h) Da der Subunternehmer aus g) nur freiberuflich tätig ist, soll er anstelle der fehlenden Rechnungsnummer das Rechnungsdatum angeben. Der Umsatzsteuersatz beträgt vermindert 7 %.
Quelle: S. 326 Aufgaben
- 1. Berichten Sie, inwieweit in Ihren Betrieben elektronische Rechnungen eine Bedeutung haben. Berichten Sie darüber in der Klasse und erstellen Sie dazu eine Ergebnisliste oder eine Präsentation.
- 2. Recherchieren Sie zu den rechtlichen Anforderungen einer elektronischen Rechnungserstellung und -Verarbeitung.
Quelle: S. 326 - 327 Aufgaben
- 1. Berechnen Sie den Unterschied zwischen Zinsen und Skontoertrag sowie den Jahreszinssatz des Skontoertrages bei folgenden Situationen:
- a) Rechnungsbetrag 12.000,00 €, zahlbar 30 Tage netto, innerhalb von 10 Tagen abzgl. 3 % Skonto. Das Konto müsste für eine frühzeitige Zahlung mit einem Bankzinssatz von 9,5 % p.a. überzogen werden.
- b) Rechnungsbetrag 20.000,00 €, zahlbar 40 Tage netto, innerhalb von 7 Tagen abzgl. 2 % Skonto. Das Konto müsste für eine frühzeitige Zahlung mit einem Bankzinssatz von 10,5 % p.a. überzogen werden.
- 2. Sie sollen die offenen Posten (OP) der Kreditoren bearbeiten und Zahlungsbeträge und Zahlungstermine feststellen. Ermitteln Sie in einer „OP-Übersicht der Kreditoren“ des Arbeitsheftes bzw. mit Excel die OP-Daten für die Begleichung der Rechnungen. Ermittelt werden sollen in zusätzlichen Spalten folgende Angaben: Skonto in Euro, Rechnungsbetrag abzgl. Skonto, Datum der Fälligkeit bei Zahlung netto, Datum der Fälligkeit bei Zahlung (zuzüglich 2 Tage) mit Skonto.
Quelle: S. 331 Aufgaben
- 1. Welche Zahlungsart verbirgt sich dahinter?
- a) Sie laden auf Ihre Karte bei der Sparkasse 80,00 € auf.
- b) Sie holen sich im Zeitschriftengeschäft eine Telefonkarte, mit der Sie auch bezahlen können.
- c) Sie wollen, dass der Kunde die Ware als Zug-um-Zug-Leistung bezahlt.
- d) Sie können im Internet einen Kleinbetrag durch Anruf einer Telefonnummer bezahlen.
- 2. Welche Zahlungsart würden Sie im Internet bevorzugt erwarten?
- a) Sie wollen ein Referat für 3,00 € downloaden.
- b) Sie haben einen Computer für 400,00 € ersteigert und der Besitzer verlangt den Kaufpreis vor der Lieferung (Versand).
- c) Sie kaufen im Shop Bücher für 35,00 €.
- d) Sie wollen einen Infodienst für Klassenarbeiten im Internet anbieten.
- e) Sie sind guter Kunde bei der XY-Einkaufs-AG.
- f) Sie wollen nur ein kleines Elektronikteil über den Versand kaufen.
- 3. Ordnen Sie die Zahlungsarten nach folgenden Aspekten zu:
- a) Sie wollen möglichst anonym bezahlen.
- b) Sie wollen kontaktlos und nicht bar bezahlen.
- c) Sie wollen eine Ware mit wenig Verlustrisiko kaufen.
- d) Sie wollen möglichst schnell das Geschäft tätigen.
Quelle: S. 332 Aufgaben
- 1. In nachfolgender Übersicht werden verschiedene Zahlungsmethoden angesprochen. In welchen Fällen kann es überhaupt zum Zahlungsverzug bzw. zu Zahlungsproblemen für den Lieferer kommen?
Quelle: S. 333 Aufgaben (Fortsetzung)
- 2. Geben Sie an, ob Zahlungsverzug eingetreten ist.
- a) Es ist der 18.04. und auf der Rechnung mit Rechnungsdatum 12.04. steht: Zahlbar innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum abzgl. 3 % Skonto, innerhalb 30 Tagen netto.
- b) Es ist der 11.04. und auf der Rechnung steht: zahlbar bis zum 11.04.
- c) Es ist der 11.04. und auf der Rechnung steht: zahlbar bis zum 05.03.
- d) Es ist der 28.02. und auf der Rechnung steht: zahlbar bis Ende Februar.
- e) Es ist der 28.02., die Rechnung wurde am 10. Februar versendet und auf der Rechnung steht: Zahlbar innerhalb von 14 Tagen.
- f) Es ist der 20.03., die Rechnung wurde am 20. Februar versendet (Vermerk: Zahlbar innerhalb von 7 Tagen netto), eine Mahnung wurde am 10. März mit einer Zahlungsaufforderung und einer Fristsetzung „Zahlbar bis zum 15. März.“ versendet.
- g) Der Kunde erhielt die Rechnung mit dem Zahlungshinweis „Zahlbar bis zum 15. März netto“. Die Zahlung wurde jedoch durch einen Fehler der Bank nicht auf das Konto des Lieferers überwiesen, sondern wurde erst 3 Wochen später dem Kunden wieder gutgeschrieben.
- h) Der Kunde hatte zwar die Zahlung drei Tage vor Zahlungstermin per Banküberweisung angewiesen, die Bank hatte jedoch die Überweisung mangels Kontodeckung nicht ausgeführt.
- i) Es ist der 01.03. und auf der Rechnung steht: „Zahlbar bis Ende Februar.“
- j) Die Rechnung trägt das Rechnungsdatum 15.02. Die Ware wurde am 12.02. geliefert. Ein Zahlungstermin ist nicht genannt (Zahlbar sofort rein netto). Es ist bereits der 20.03.
- 3. Welches Recht würden Sie bei Zahlungsverzug wahrnehmen?
- a) Sie haben für einen guten Kunden 10 Computer geliefert.
- b) Sie haben einem Kunden 30 Monitore geliefert und hören nun, dass er kurz vor der Zahlungsunfähigkeit (Insolvenz) steht.
- c) Ein Kunde hat schon einmal Probleme bei der Zahlung bereitet. Nun ist wieder eine Rechnung in Höhe von 8.000,00 € offen und die Zahlungsfrist seit 3 Wochen abgelaufen.
- d) Ein neuer Kunde hat eine Rechnung für Computer in Höhe von 4.000,00 € nicht bezahlt und soll die 2. Mahnung erhalten.
- 4. Sie erhalten den Auftrag, in einigen Verzugsfällen die Zinstage nach der deutschen Zinsmethode zu berechnen:
- a) Fälligkeit: 15.03., Zahlungstermin: 12.04.
- b) Fälligkeit: 15.02., Zahlungstermin: 15.04.
- c) Fälligkeit: 10.06., Zahlungstermin: 02.07.
- d) Fälligkeit: 28.12., Zahlungstermin: 02.02.
- e) Fälligkeit: 01.09., Zahlungstermin: 05.10.
- f) Fälligkeit: 18.05., Zahlungstermin: 14.08.
- 5. Berechnen Sie bei einem Rechnungsbetrag von 8.000,00 € die Verzugszinsen zzgl. eines Bearbeitungsaufschlages von 2,50 € entsprechend dem BGB und dem Basiszinssatz der Bundesbank. Basiszinssatz: 0,50 %.
- a) Verbraucher, 17 Tage
- b) Unternehmer, 17 Tage
- c) Verbraucher, 28 Tage
- d) Unternehmer, 36 Tage
- e) Verbraucher, 52 Tage
- f) Unternehmer, 62 Tage
Quelle: S. 335 Aufgaben
- Entscheiden Sie bei Zahlungsverzug zwischen persönlichem oder telefonischem Gespräch mit dem Kunden sowie Erinnerungsschreiben, Mahnbrief, Mahnbescheid oder Klageverfahren vor dem Amtsgericht:
- a) Ein guter Kunde hat eine Rechnung 20 Tage nach Fälligkeit noch nicht bezahlt.
- b) Ein neuer Kunde hat eine Rechnung 20 Tage nach Fälligkeit noch nicht bezahlt.
- c) Wir haben für einen Kunden 100.000 Prospekte hergestellt. Der Großauftrag wurde 5 Tage nach der Fälligkeit noch nicht bezahlt.
- d) Ein Stammkunde hat sowohl das Erinnerungsschreiben als auch die 1. und 2. Mahnung verstreichen lassen und nicht gezahlt.
- e) Ein neuer Kunde hat sowohl das Erinnerungsschreiben als auch die 1. und 2. Mahnung verstreichen lassen und nicht gezahlt.
- f) Mit einem Kunden hatten wir jedes Mal Ärger. Nun hatte er erneut Kleinigkeiten an der Ausführung der Arbeiten zu bemängeln und hat die Rechnung über 6.000,00 € wieder nicht innerhalb der Zahlungsfrist beglichen.
- g) Ein Stammkunde hat auf ein Erinnerungsschreiben 2 Wochen nach der erneuten Zahlungsfrist noch nicht überwiesen.
Quelle: S. 336 Aufgaben
- 1. Was ist richtig, was ist falsch?
- a) Der Verkäufer ist in jedem Fall so lange Eigentümer einer Sache, bis der Kunde die Sache vollständig bezahlt hat.
- b) Mit einem Eigentumsvorbehalt wird der Käufer einer Sache Eigentümer, jedoch kein Besitzer.
- c) Einen Eigentumsvorbehalt kann der Verkäufer nicht gegenüber Verbrauchern vereinbaren.
- d) Damit der Eigentumsvorbehalt und damit die Herausgabe der Ware ausgeübt werden kann, muss abgewartet werden, ob der Kunde trotz Nachfrist immer noch nicht zahlt.
- e) Wenn der Kunde Komponenten eingebaut hat, erlischt der einfache Eigentumsvorbehalt.
- f) Beim erweiterten Eigentumsvorbehalt kann der Verkäufer vom Käufer die Sache wieder herausfordern, wenn der Käufer an den Verkäufer trotz Nachfrist keine ihm zustehenden Zahlungen leistet.
- 2. Zusatzaufgabe: Überprüfen Sie Ihr Wissen zum Lerngebiet „Markt und Kunden“ und bearbeiten Sie dazu den Test im Arbeitsheft.
Quelle: S. 347 Aufgaben
- 1. Diskutieren Sie die Stärken der Digitalisierung in der Beschaffung, zeigen Sie auch Schwachstellen und Controllingbereiche auf.
- 2. Erläutern Sie (auch aus Partner- oder Gruppenarbeit) folgende Begriffe und ihre Bedeutung: Digitale Transformation, KPI, ERP, RFI, RFP, BANF/EBANF, ESI, E-Invoicing, E-Procurement, E-Auction, E-Kanban, AR, KI, Digitale Plattform und Digitales Ökosystem, BPO.
- 3. Erläutern Sie bzw. wenden Sie praktisch die Präferenzmatrix (vgl. DLB), die Risikomatrix, Benchmarking, die SWOT-Analyse an und präsentieren Sie die Ergebnisse.