Inhaltsverzeichnis

IT-Security Grundbegriffe

A

Ablaufplanung

Datensicherungen erfordern eine Ablaufplanung: Beispielsweise werden Daten, zeitlich genau festgelegt, gesichert.

Ablaufplan zur Datensicherung

Unternehmen sollen für die Sicherung ihrer Daten eine Ablaufplanung erstellen. Darin ist unter anderem beschrieben, wann welche Daten wohin gesichert werden und wie im Schadensfall die Daten wiederhergestellt werden können.

Adware

Adware (zusammengesetzt aus advertisement (Werbung) und Software) ist Software, die zu Werbezwecken eingesetzt wird. Oft wird Adware unabsichtlich installiert: Bei vielen kostenlosen Programmen muss die zusätzliche Installation von Adware ausdrücklich abgewählt werden.

Antiviren-Programme

Prüfung im Hintergrund aller laufenden Aktivitäten, Spüren von Computerviren (z. B. Würmern, Trojanern) auf und Blockieren oder Löschen dieser. Verdächtige Dateien können in Quarantäne verschoben werden. Ohne Updates funktionieren Antivirenprogramme nicht mehr richtig! Beispiel: Microsoft Defender (in Windows enthalten).

App-Berechtigung / Anwendungsberechtigung

Bei der Installation von Apps wird angefragt, auf welche Ressourcen die Anwendung (App) zugreifen darf (z. B. Bilder, Kontaktdaten, Mikrofon).

Appstore

Apps aus nicht offiziellen Appstores bergen Risiken: Malware, unnötiger Ressourcenverbrauch, Zugriff auf persönliche Daten, schlechte Qualität, versteckte Kosten. Besonders die Berechtigungen (Zugriff auf Kontaktdaten, Standortverlauf, Bilder) sollten überprüft und eventuell eingeschränkt werden.

Attachment

Attachments sind E-Mail-Anhänge. Da Attachments Malware enthalten können, sollte man Anhänge von unbekannten Absendern nicht öffnen.

Auftragsverarbeiter und Verantwortlicher

Authentifizierung

Stellt die Identität eines Benutzers sicher:

B

Backdoor

Ein Backdoorprogramm erlaubt es Dritten, einen PC fernzusteuern und auch für kriminelle Zwecke zu verwenden. Backdoorprogramme sind Malware.

Backup

Ein Backup ist eine Datensicherung. Backups sollen regelmäßig erstellt und sicher aufbewahrt werden: z. B. in einem Tresor, in einem anderen Gebäude, auf entfernten Rechnern oder in der Cloud.

Benutzerkonto bzw. Netzwerkkonto

Wird z. B. in einer Familie nur ein Computer genutzt, sollte für jedes Familienmitglied ein Benutzerkonto eingerichtet werden. So kann jeder Benutzer eigene Einstellungen vornehmen und hat einen von anderen Benutzern getrennten Datenspeicherplatz. Bei der Anmeldung muss sich der Benutzer authentifizieren. Sicherheitstipp: Verlässt man den Computerarbeitsplatz, sollte man sich abmelden.

Betroffener

Person, deren Daten gespeichert werden. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gibt jedem das Recht, über alle zu seiner Person verarbeiteten Daten Auskunft zu erhalten.

Biometrische Verfahren

Werden zur Authentifizierung verwendet: Die Identität eines Benutzers wird durch Gesichtserkennung, Fingerabdruck oder Irisscan festgestellt. Sie ersetzen oder ergänzen in manchen Fällen die Authentifizierung durch Passwörter.

Botnet

Infizierte Computer werden ohne Wissen der Eigentümer zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Die Betreiber von Botnets missbrauchen die Computer z. B. für den Versand von Spam- oder Phishingmails.

C

Cloud-Computing

Unternehmen setzen beim Speichern und Verarbeiten von Daten auf die Cloud. Dies hat große Vorteile, birgt aber auch Gefahren, da eventuell unbefugte Personen Zugriff auf die Daten erlangen können.

Cloudspeicher

Das Sichern von Backups auf einen Cloudspeicher hat den Vorteil, dass die Daten zusätzlich an einem anderen Ort aufbewahrt werden (Schutz bei Brand oder Hochwasser).

Computerviren

Unerwünschte Programme, welche sich in Computerprogramme einschleusen. Durch den Aufruf eines infizierten Programms wird der Virus aktiv und kann sich weiterverbreiten.

Computerwurm

Malware, die sich selbständig über Netze (Internet) verbreitet. Ein Computerwurm nützt sehr oft Sicherheitslücken zum Eindringen in ein System.

Cookies

Kleine Textdateien, die Informationen über besuchte Webseiten beinhalten und auf dem PC des Benutzers gespeichert sind. Onlineshops wie Amazon verwenden Cookies, um Benutzer wiederzuerkennen und den Inhalt des Warenkorbs bei einem wiederholten Besuch wiederherzustellen.

Cracker

Cracker (vom englischen *crack* für „knacken“ oder „einbrechen“) umgehen Zugriffsbarrieren von Computersystemen und Rechnernetzen meist aus Profitstreben.

Cross Site Scripting-Angriffe

Webseitenübergreifende Scripting-Angriffe. Infizierte Webseiten nützen Sicherheitslücken aus. *Beispiel:* Die Webseite einer Zeitung infiziert unabsichtlich durch Werbeanzeigen, die automatisch von Werbeanbietern bezogen werden, die Rechner der Besucher.

Cybercrime

Computerkriminalität bzw. Internetkriminalität.

Cyber-Grooming

Gezieltes Ansprechen von Minderjährigen im Internet mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte.

Cyber-Mobbing

Mobbing mithilfe von elektronischen Medien: Verbreitung von Unwahrheiten bzw. von bloßstellenden Fotos in sozialen Netzwerken.

D

Dateierweiterung

Der letzte Teil eines Dateinamens, der mit einem Punkt abgetrennt wird. Das Betriebssystem erkennt daran das Format einer Datei und öffnet sie mit dem passenden Programm. Dateien vom Typ `.exe`, `.bat`, `.zip` etc. können Malware enthalten. Auch Word-Dateien können mit aktiven Makros Schaden anrichten.

Daten sicher vernichten

Um Daten sicher zu vernichten, können Datenträger überschrieben, geschreddert (zerstört) oder entmagnetisiert werden.

Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Jede Person kann Einsicht in ihre gespeicherten Daten nehmen und die Richtigstellung von falschen Daten verlangen. Unternehmen dürfen nur Daten erfassen, die für den Zweck des Unternehmens notwendig sind.

Datensicherheit

Die sichere Verarbeitung, Speicherung und Kommunikation der Informationen sollen durch Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität gewährleistet werden.

Datenvernichtung

Bei der Entsorgung von Computern oder mobilen Geräten sollten die Daten endgültig gelöscht werden. Festplatten können geschreddert, entmagnetisiert oder mit einer Software überschrieben werden. Nur im Explorer gelöschte Daten oder einfaches Zurücksetzen können unzureichend sein.

Dialer

Dialer-Programme wählen unbemerkt über das Telefonnetz kostenpflichtige Mehrwertnummern und verursachen dadurch finanziellen Schaden.

Diebstahlsicherung

Laptops können durch ein Stahlseil physisch gesichert werden.

Digitale Signatur

Stellt sicher, dass ein Dokument (z. B. PDF oder E-Mail) vom angegebenen Absender stammt und bei der Übertragung nicht verändert wurde.

Digitales Zertifikat

Sicherheitszertifikat einer Webseite in der URL (`https`, Schlosssymbol). Beim Aufruf der Seite wird das Zertifikat vom Browser überprüft, indem eine Verifizierungsanfrage an den Webserver geschickt wird.

E

E-Mail

E-Mails werden verschlüsselt übertragen. Erst beim Empfänger wird die E-Mail wieder entschlüsselt und kann gelesen werden.

F

Firewall

Schützt den Computer vor Angriffen aus dem Netzwerk. Kann in der Systemsteuerung angepasst werden. Wenn eine App blockiert wird, sollte diese in der Firewall zugelassen werden, anstatt die Firewall komplett zu deaktivieren.

G

GPS

Funktion zur Standortbestimmung. Einsatzbereiche: Navigation und Geräteortung.

H

Hacker

Dringen in Computersysteme ein, um Missstände und Sicherheitslücken aufzuzeigen. In den Massenmedien wird der Begriff oft fälschlicherweise für Personen verwendet, die in krimineller Absicht einbrechen (hierfür ist der Begriff *Cracker* zutreffender).

Hijacking

Beim Browser-Hijacking werden Browsereinstellungen so verändert, dass unerwünschte Seiten angezeigt oder Benutzer auf falsche/gefälschte Webseiten (z. B. gefälschte Bankseiten) umgeleitet werden.

Höhere Gewalt

Bedrohung von Daten durch unvorhersehbare Ereignisse wie Feuer, Hochwasser, Krieg oder Erdbeben.

I

Identitätsdiebstahl

Missbräuchliche Verwendung persönlicher Informationen, meist um sich betrügerisch zu bereichern (z. B. Verkauf über eBay mit fremden Anmeldedaten).

Information Diving

Entwendung von Daten, die unachtsam weggeworfen wurden (z. B. in Altpapiercontainern oder ausgemusterten Festplatten). Maßnahme: Aktenvernichter verwenden und Datenträger vor dem Entsorgen sicher löschen.

Informationen – Daten

Daten sind rohe, unverarbeitete Fakten (z. B. eine Temperaturliste). Informationen entstehen durch die Verarbeitung dieser Daten (z. B. die Erkenntnis einer Erderwärmung).

Inkompatibilität von Software/Information

Veraltete Software (z. B. Windows XP) ist eventuell nicht mit neueren Programmen kompatibel und stellt zudem ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

Instant Messaging (IM) = Chat

Kommunikation in Echtzeit per Textnachrichten (z. B. WhatsApp, Facebook Messenger). Da auch Dateien übermittelt werden können, dürfen keine Dateien von unbekannten Personen angenommen werden (Malware-Gefahr).

Integrität von Daten

Schutzziel der Datensicherheit: Daten enthalten den korrekten Inhalt, stehen vollständig zur Verfügung und wurden nicht unbefugt verändert.

K

Keylogger

Programme, die Tastatureingaben mitprotokollieren, um beispielsweise an Passwörter zu gelangen.

Kindersicherung

Schützt Kinder vor ungeeigneten Webinhalten und unkontrollierter Internetnutzung und schränkt die Nutzungszeit ein.

Krypto-/Erpressungstrojaner

Auch bekannt als Ransomware. Daten werden auf dem PC verschlüsselt und erst nach Zahlung eines Lösegelds angeblich wieder freigegeben.

L

LAN

Local Area Network: Lokales Netzwerk (z. B. in Schule oder Firma) über Kabel oder WLAN für gemeinsamen Zugriff auf Ressourcen (Drucker, Speicher, Internet).

M

MAC-Filter

Beschränkt den Netzwerkzugriff auf Geräte mit bestimmten MAC-Adressen. Bietet jedoch nur geringen Schutz, da MAC-Adressen leicht gefälscht werden können.

Makro, Makroviren

In Dokumente (z. B. Word oder Excel) eingebettete Schadprogramme, die beim Ausführen des Makros aktiv werden.

Malware

Überbegriff für schädliche Software. Schutz bieten aktuelle Antivirensoftware und regelmäßig installierte Updates.

Man-in-the-Middle-Angriff

Ein Angreifer schaltet sich zwischen Opfer und eine aufgerufene Internetseite (z. B. Bank), um Daten oder Überweisungen abzufangen und zu verfälschen.

Mitarbeiter

Sicherheitsrisiko im Unternehmen durch Unaufmerksamkeit, fahrlässiges Verhalten oder vorsätzliche Sabotage/Datenweitergabe.

Multi-Faktor-Authentifizierung

Identifizierung durch mehrere Faktoren:

N

Netzwerk-Administrator

Konfiguriert, betreibt und überwacht Datennetze. Verwaltet Benutzerrechte, führt Updates durch und bekämpft Malware.

Netzwerk bzw. Netzwerktypen

P

Passwörter

Sollten mindestens 8 Zeichen lang sein sowie Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Für jeden Dienst sollte ein eigenes Passwort gewählt werden.

Passwort-Manager

Speichert Zugangsdaten verschlüsselt auf dem Computer. Der Zugriff wird durch ein zentrales Haupt-Passwort geschützt.

Personenbezogene Daten

Angaben wie Name, Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer. Besondere Schutzwürdigkeit gilt für sensitive Daten (Religionszugehörigkeit, Gesundheit, politische Meinung).

Persönlicher Hotspot / Tethering

Gibt die mobile Datenverbindung eines Smartphones für andere Geräte über WLAN frei. Erfordert ein sicheres Passwort.

Pharming

Betrugsmethode, bei der Web-Aufrufe unbemerkt auf gefälschte Internetseiten umgeleitet werden.

Phishing

Versendungsverfahren gefälschter E-Mails mit dem Ziel, vertrauliche Daten (z. B. Kontozugänge) durch Täuschung zu erbeuten.

PIN

Persönliche Identifikationsnummer (meist Ziffernfolge) zur Authentifizierung (z. B. bei Bankomatkarten).

Pretexting

Methode des Social Engineering, bei der Täter durch ein erfundenes Szenario das Vertrauen des Opfers gewinnen, um vertrauliche Daten zu erlangen.

Privatsphäre

Schutz persönlicher Daten auf Geräten. Der Zugriff von Apps auf Kontakte, Standort oder Fotos sollte kontrolliert werden.

Q

Quarantäne

Speicherbereich für verdächtige Dateien, um eine Ausführung und mögliche Schäden zu verhindern.

R

Ransomware

Erpressungstrojaner, die Daten verschlüsseln und Lösegeld fordern.

Rootkit

Versteckt Schadsoftware so im Betriebssystem, dass sie von herkömmlichen Antivirenprogrammen nicht entdeckt wird.

S

Shoulder Surfing

Beobachten und Ausspähen von vertraulichen Eingaben (z. B. PIN am Geldautomaten) über die Schulter des Opfers.

Sichere Webseiten

Erkennbar an `https://` und dem Schlosssymbol in der Adresszeile. Daten werden verschlüsselt übertragen.

Sicherheitsstrategien und Richtlinien

Verhaltensregeln und Schulungsmaßnahmen für Mitarbeiter zur Gewährleistung der Datensicherheit im Unternehmen.

Sicherungskabel

Mechanische Vorrichtung zur Diebstahlsicherung mobiler Hardware.

Skimming

Illegales Auslesen des Magnetstreifens von Bankkarten an Geldautomaten mittels präparierter Kartenleser.

Social Engineering

Zwischenmenschliche Beeinflussung zur Manipulation von Personen, um an vertrauliche Informationen zu gelangen.

Soziale Netzwerke und Daten

Einmal hochgeladene Inhalte lassen sich oft nicht mehr vollständig oder dauerhaft aus dem Internet entfernen.

Spam- oder Junk-E-Mails

Unerwünschte Massen-E-Mails, meist Werbezwecken dienend. Werden oft durch automatische Spam-Filter aussortiert.

Spyware

Software, die heimlich das Nutzerverhalten ausspioniert und die gesammelten Daten weiterleitet.

SSID

Service Set Identifier: Der Name eines drahtlosen Netzwerks (WLAN).

T

Trojaner

Tarnen sich als nützliche Programme, führen im Hintergrund jedoch schädliche Funktionen (z. B. Daten-Spionage) aus.

V

Verfügbarkeit

Schutzziel der Datensicherheit: Systeme und Daten müssen bei Bedarf zuverlässig abrufbar sein.

Verschlüsselung

Unlesbarmachung von Daten. Nur befugte Personen mit dem passenden Schlüssel können diese wieder entschlüsseln.

Vertraulichkeit

Schutzziel der Datensicherheit: Nur autorisierte Personen dürfen Zugriff auf vertrauliche Informationen haben.

Vertrauenswürdigkeit einer Website

Kann überprüft werden anhand von URL, Impressum, Kontaktdaten, Zertifikat und Inhaber.

VPN

Virtual Private Network: Verschlüsselter Netzwerktunnel für die sichere Kommunikation über unsichere Netze (Internet).

W

WEP

Veralteter und unsicherer Verschlüsselungsstandard für WLANs.

WLAN / Wi-Fi

Drahtloses lokales Netzwerk zur Anbindung von Geräten an ein Netz oder das Internet.

WPA / WPA2 / WPA3

Moderne Sicherheitsstandards zur Verschlüsselung und Zugangssteuerung von WLAN-Netzwerken.

Z

Zugriff auf Daten

Steuerung der Rechte durch Authentifizierung, Kennwörter und Verschlüsselung.

Zugriffskontrolle zum Internet

Einschränkung von Internetzugängen (z. B. Kindersicherung) nach Zeit oder Inhalt (Filter).